MOM Bucket List: 3 Dinge, die eine Mutter definitiv (nicht) getan haben muss

Ja, wer weiß, wann es vorbei ist. Man muss ja auch mal an später denken. An die Zeit, wenn man erwachsen ist und sich nicht mehr dem jugendlichen Leichtsinn hingeben kann. Es gibt so viel, dass ich meinen Mitmenschen, insbesondere den Müttern und noch besonderer den Erstgebärenden und Jungmüttern mitgeben möchte.

Ja, so viel Weisheit und gute Ratschläge, die ich mit euch teilen will, nein muss. Denn es wäre eine Schande, meine Erfahrung aus den vergangenen 2312 Tagen Mutterschaft in einer dunklen Schublade verstauben zu lassen. Darum habe ich sie geschrieben, die ultimative Liste der Dinge, die ich unbedingt tun muss, so lange ich inmitten von Müttern mit meinem Wissen glänzen kann. Hier ist sie also, meine MOM Bucket List.

Der Geburtsbericht

Ganz oben, an erster Stelle, steht das Verfassen eines Geburtsberichtes. Die Königsklasse unter den Mutter-Berichten. Nichts ist emotionaler, schonungsloser und, unter Einfluss einer Überdosis an Hormonen und Schmerzmitteln verzerrter, als ein Geburtsbericht. Die Schilderung der plötzlich beginnenden Wehen, der nicht enden wollenden Autofahrt ins Krankenhaus bei Platzregen respektive Glatteis, der verständnislosen Hebammen, die den dramatischen Zustand der Mutter vollkommen falsch beurteilen und behaupten, der Muttermund sei noch nicht weit genug geöffnet und die Geburt stehe nicht kurz bevor. Als wüssten sie es besser…

All diese wertvollen Informationen, die besonders Erstgebärenden ein gutes Gefühl geben und die diese Dynamik der sich zuspitzenden Dramatik schon einmal als Trockenübung für die eigene Geburt nutzen können. Die Beteuerung des eisernen Willens, die Wehen ohne jegliche Hilfsmittelchen für 18, 25 oder gar 32 Stunden überstanden zu haben, um nach der Geburt, genau 17 Minuten später wieder fröhlich in der Krankenhauskantine mit einem Cappuccino in der Hand zu stehen.

Wen würde dieses Meisterwerk weiblicher Nüchternheit nicht interessieren? Die anderen Mütter können schließlich so viel für sich daraus mitnehmen.

Und das bringt mich auch schon zum zweiten Punkt meiner Bucket List…

Ein Ratgeber Buch schreiben

Im Gegensatz zum Geburtsbericht, der ja nur einen kleinen Einblick in das (beginnende) Mutterleben gewährt, bietet das Ratgeber Buch die Möglichkeit der umfassenden Erleuchtung Gleichgesinnter. Das Buch bietet sich hervorragend als Wissens-Transfer-Medium, da die mit wertvollen Ratschlägen zu versorgende Mutter bereits beim Kauf das wohlige Gefühl übermittelt bekommt, sich dem nagenden Problem entgegengestellt zu haben. Wichtig bei dieser Art der Literatur ist der bereits im Titel enthaltene, unterschwellige Vorwurf an die Lesende: „du machst es falsch, aber mit diesem Buch wird alles besser“.

Nehmen wir beispielsweise den vollkommen fiktiven Titel…“Jedes Kind kann schlafen lernen“. Die Genialität des subtilen Vorwurfs „dein Kind schläft wohl noch nicht durch, was?“ in Verbindung mit dem Versprechen „höre auch mich und deine Probleme werden gelöst“ sucht seinesgleichen. Sollte der dargebotene Inhalt der Leserschaft dann wider Erwarten in keinster Weise weiterhelfen, werden die Schuldgefühle, auf ganzer Linie versagt zu haben, den Drang nach Protest im Keim ersticken. Genial.

Sobald dieser literarische Punkt auf meiner Bucket List abgehakt ist, wende ihm mich den kleinen Mütter-Alltags-Helfern zu, den

Mama-Hacks

Es sind die kleinen Tipps und Tricks, die das Leben gestresster Mütter leichter machen. Und jede Mama ist doch dankbar wenn sie erfährt, wie man mit nur 35 Handgriffen ein Spannbettlaken faltenfrei zusammenlegt oder das Kinderzimmer mit Hilfe von Kisten und Körben von Unordnung befreien kann. Oder Lifehacks, die dir sagen, du kannst deinem stressigen Mutter-Alltag entfliehen, indem du dir jeden Tag eine Stunde Zeit für dich nimmst. Toll. Einfach nur toll.

Genau mein Ding. Da kann ich meine ganze stressfreie Erfahrung einbringen. Am besten visuell belegt mit einem Video, bei dem ich eine Stunde lang stoisch auf dem Klo sitze, Me Time sozusagen, und die Kinder legen derweil die Wäsche zusammen und machen den Abwasch. Geschichten, wie sie das Leben schreibt.

Jeder sollte (m)eine Bucket List haben

Ach, es gäbe so viel mehr, das man auf so eine MOM Bucket List schreiben könnte. Es erdet einen ja auch so ungemein, wenn man weiß, dass man mit seinem Wissen und Wirken anderen in kniffeligen Situationen weiterhelfen kann. Auch ungefragt, denn viele wissen ja gar nicht, dass sie ein Problem haben. Da helfe ich gerne.


Nerven dich diese, natürlich immer nur gut gemeinten, Ratschläge auch? Die schlauen Tipps und Hinweise, wie man die Dinge besser machen kann? Dann erzähl mal…


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann könnte dieser hier auch was für dich sein:

Du findest uns auch auf Facebook, Instagram und Twitter

Weitere interessante Beiträge zum Thema MOM findest du hier.

5 thoughts

  1. Was für ein erfrischender Text!! Vielen Dank dafür! Und es ist so wahr. Vor allem, wenn man das erste Mal Mama wird, sucht man Sicherheit in solchen Ratgebern und setzt sich selbst unter Druck. Dabei gibt es nicht den einen, richtigen Weg, sondern jede muss den Weg finden, der für sie und ihre Familie funktioniert. Am wichtigsten finde ich, dass wir Mamas uns dabei gegenseitig unterstützen und nicht auch be- und verurteilen. Waren das jetzt auch schon wieder Ratschläge???? Ist wohl ein Mama-Tick 🙂

    1. In diesem Fall ist der Ratschlag vollkommen okay 😉 Ich denke auch, dass Frauen, nicht nur Mütter, dazu neigen, sich gegenseitig zu verunsichern. Das ist schade, denn es ist wie du sagst, es gibt nicht den einen richtigen Weg, gerade mit Kindern.
      Vielen Dank für deine Worte.

  2. Wie herrlich!! Ich finde auf die Bucket List gehört unbedingt, dass alle Kurse besucht werden. Ein Stillvorbereitungskurs, ein Beikostkurs, ein Tragetuchkurs, ein Wickelkurs und und und. Die Zeiten von Intuition und dem richtigen Mamagefühl sind vorbei. Wie soll das Kind die Brust bloß finden und die Mutter wissen, wann das Kind satt ist, ohne das vorher in einer wissenschaftlichen Arbeit niedergeschrieben zu haben? Wie viele Kinder würden sterben, weil die Eltern sie einfach fallen lassen, weil sie nie gelernt haben, wie sie ihr Baby tragen können? Von den ganzen verhungerten Kindern ganz zu schweigen, weil wir einfach nicht wissen, wie man beifüttert. Also ihr werdenden Mütter – diese Kurse sind ein MUSS!

    Obwohl ich ja einen wunderbaren Geburtsbericht – sogar in drei Teilen – geschrieben habe 😉

    1. Ja, du hast vollkommen Recht, es gibt so viel mehr, das auf die Liste muss!! Mehr Wissentransfer für verunsicherte Mütter.

      Ich bin zwar immer noch kein Fan von Geburtsberichten, aber deinen werde ich definitiv lesen! Alle drei Teile 😉

Schreib uns Deine Meinung!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.