TOP SECRET: 5 Dinge, die ich als Mutter hasse, aber nie zugeben würde

Vielleicht hätte ich besser sowas verfassen sollen wie: die 5 romantischsten Bücher, die ich je gelesen habe oder die 5 schönsten Traumstrände auf meiner Reise-Bucket-List. Aber sind wir doch mal ehrlich, es wird doch erst so richtig interessant, wenn jemand tief in seine dunkle Seele blicken lässt. Ich mache dann mal den Anfang. Hier nun meine TOP 5 der Dinge, die als Mutter hasse, es aber nie zugeben würde. Solltet ihr mich irgendwann, irgendwo treffen, werde ich alles abstreiten. Diesen Artikel hat es nie gegeben und alle Namen von handelnden Personen sind frei erfunden.

Also, los geht’s, Hosen runter. Ich hasse…

1. Kochen / Backen

Ich weiß, es gibt Menschen, die gehen total auf in der Herstellung von selbstgebackenem Brot, raffinierten Sößchen, luftig-leichten Torten und goldbraun gebackenen Kartoffelröschen. Ich bin eher der Typ von mannigfaltigen Nudel-Variationen mit Tomatensoße. Nichts langweilt mich mehr als stundenlanges philosophieren über den Garprozess eines Gemüsegerichts. Ich finde es super, wenn andere an diesem Themen Gefallen finden und darin aufgehen. Ich tue es nicht.

Als Mutter habe auch ich natürlich den Anspruch, meinen Kindern kein Dosenfutter vorzusetzen, aber die Erfahrung der letzten acht Jahre Mutterseins hat gezeigt, dass ein Kind den Aufwand eines 5-Gänge Menüs in den wenigsten Fällen zu schätzen weiß und mit ein paar Kartoffeln, einem Spiegelei und dem guten Blub-Spinat auch sehr glücklich, wie auch satt werden kann.

Solltet ihr mich mal zu einer Party einladen, fragt mich also bitte nicht, ob ich was für’s Buffett mitbringen kann, es sei denn, es lässt sich in Weinflaschen transportieren.

2. Andere Mütter

Also ich hasse jetzt nicht pauschal jede andere Mutter. Um Himmels willen, was denkt ihr von mir. Ich kann nur diese Besserwisser – Perfektionisten Moms nicht ertragen, die für jedes Problem schon eine Lösung haben, bevor man es überhaupt ausgesprochen hat. Ihr Kind konnte grundsätzlich alles schon vor allen anderen (Laufen, Sprechen, Rechnen, den Porsche aus der Garage fahren) und sie werden nicht müde zu betonen, dass dieser Elite-Zustand erst durch ihr unermüdliches Zutun überhaupt ermöglich wurde.

Sie gründen WhatsApp Gruppen, um sich mit anderen Müttern dieser Kategorie über die Unfähigkeit der Lehrer:innen zu echauffieren (näheres dazu auch bei Punkt 4) und fahren ihrem Kind ins Schullandheim hinterher, weil es sein Gute-Nacht-Licht zu Hause vergessen hat. Wenn sie dann auch noch ihre Kochrezepte mit mir teilen wollen, sorry, dann sehe ich rot.

3. Andere Kinder

Hand aufs Herz. Jede Mutter kennt irgendein Kind, dass sie nicht leiden kann. Dieses eine kleine Monster, von dem man hofft, dass das eigene Kind es nicht zum Spielen einlädt. Es gibt Kinder, die sind einem einfach durch und durch unsympathisch. Manchmal hängt es mit den Eltern (siehe auch Punkt 2) zusammen, manchmal schafft es ein Kind ganz aus sich selbst heraus unangenehm zu sein. Kleine Tyrannen, die sich einen Spaß daraus machen andere Kinder zu drangsalieren oder kleine Besserwisser, die dir ungefragt erklären wollen, wie die Welt funktioniert. Ich sage es nochmal, ich wette, jeder kennt so ein Kind.

4. Elternabende

Alle, die gehofft hatten, die Schulzeit endgültig hinter sich lassen zu können, werden durch ihre Kinder nochmal in ihre Schul-Vergangenheit katapultiert, spätestens wenn ihnen beim Betreten des Gebäudes der muffige Geruch der Schulflure entgegenschlägt. Mein Problem ist dabei allerdings weniger das Heraufbeschwören alter Schul-Traumata, sondern der Elternabend als Paradebeispiel für das Aufeinandertreffen motzender, verzweifelter, übermotivierter und mitunter sehr merkwürdiger Eltern.

photo of empty class room
ich hasse Elternabende in der Schule

Schon beim Eintreten ins Klassenzimmer zieht sich mein Magen zusammen. Grüppchen von Müttern (nicht selten die aus Punkt 2) stehen leise tuschelnd zusammen, als wäre das Klassenzimmer eine Grabkapelle, in der das laute Sprechen zur direkten Verbannung ins Fegefeuer führt. Mit strengen Blicken wird jeder Neuankömmling beäugt (man kennt sich nur im Inner Circle) und in die Kategorien: Anständiges Auftreten (Ja/Nein), Notenspiegel des Kindes (ein Schätzwert) und Backfähigkeiten (Erfahrungsanalyse basierend auf dem letzten Klassenfest) eingeteilt.

Die wenigen anwesenden Väter versuchen derweil verzweifelt, auf Zwergenstühlchen sitzend, ihre Beine unter die Tische zu quetschen. Was tut man nicht alles für den Nachwuchs. Irgendwo huscht eine unsichere Lehrerin umher, die vermutlich genauso viel Bock wie ich hat und sich wünscht, dass es schnell wieder vorbei ist.

Dann sitzt du da und hörst dir an, wie Lehrerin und Eltern über das Verbot des Tragens einer Smart-Watch diskutieren, was aus Elternsicht unmöglich ist, weil das Kind sich ohne GPS Tracking nicht in die Schule traut. Aha, is klar! In solchen Momenten frage ich mich, was mit mir nicht stimmt. Diese Abende hasse ich wirklich!

5. Die Mama-Bubble

Für viele Erstgebärende ist der Austausch mit anderen Müttern Gold wert. Man hat beim ersten Kind nicht so richtig einen Plan (es sei den man gehört zur Sorte Mutter aus Punkt 2) und freut sich über jeden Tipp zu Einschlafbegleitung, Zahnungshilfen, wunden Babypopos und Kinderwagenanschaffung. Auch ich war dankbar für viele nette Mamas, die ihre Erfahrungen, Sorgen und auch Ängste mit mir geteilt haben. Denn das hat mir als Mutter, die ich oft genug auf dem Zahnfleisch laufe, gezeigt, dass es den anderen genauso geht und ich meinen Job gar nicht so schlecht mache.

Es kommt allerdings der Zeitpunkt, da sollte man als Mutter den Kopf auch mal wieder aus dieser Mama-Bubble rausstrecken und die Luft der erwachsenen Frau schnuppern, die man ja auch ist. Nach einer Weile in der Mama-Bubble habe ich es gehasst, nur noch über Kinder zu sprechen. Gefühlt konnte kein Gespräch stattfinden, in denen der Nachwuchs nicht in irgendeiner Weise platziert wurde. Und ich möchte mich abends, wen ich mich mit anderen Müttern zu einem Glas Wein treffe, einfach nicht über den Stuhlgang des irgendeines Säuglings sprechen.


Okay, vielleicht übertreibe ich ein wenig an der einen oder anderen Stelle. Aber ich glaube, dass ich mit meinen Punkten nicht alleine bin! Erzähl doch mal, was dir manchmal so richtig auf die Nerven geht…!

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Außerdem kann ich dir den Artikel hier sehr ans Herz legen: Mütter im Wettbewerb – Krieg der Schokotörtchen

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