Wirklich erstaunlich – 10 Dinge, die man einer Frau, aber keinem Mann sagen würde

In einer Umfrage habe ich unsere Instagram Followerinnen darum gebeten mir zu schreiben, welche Gedanken sie zum Thema „Das hätte man nicht zu mir gesagt, wenn ich ein Mann wäre“ haben. Es kamen erstaunliche Antworten dabei zusammen. Die meisten waren geprägt durch persönliche Erfahrungen. Ich habe die häufigsten zusammengefasst und mir Gedanken dazu gemacht. Heraus kam meine persönliche TOP 10 der Dinge, die man einer Frau, aber keinem Mann sagen würde

1. Was machst du denn mit deinen Kindern, wenn du in Vollzeit arbeitest?

Ich bin mir sicher, diesen Satz haben schon viele Mütter gehört, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Selbst in Teilzeit werde ich immer wieder gefragt: „Wie machst du das mit den Kindern?“ Undenkbar, dass ein arbeitender Mann morgens von einem Kollegen auf dem Flur angesprochen wird: „Mensch Achim, wenn du hier bist, wo sind denn dann deine Kinder?“ Das Thema Kinderbetreuung wird fast automatisch der Frau zugeschrieben. Arbeitet diese dann länger, als die üblichen Schul- oder Kindergartenzeiten es hergeben, wird nicht selten nachgefragt. Aber eben nur bei den Frauen. Was uns direkt zum nächsten Punkt bringt…

2. Wenn du Karriere machen willst, warum hast du dann Kinder bekommen?

Es ist doch erstaunlich, dass sich Mütter immer wieder dafür rechtfertigen müssen, wenn sie eine berufliche Kariere anstreben. Nicht selten steht der Vorwurf im Raum, dass sie sich zwischen Kindern und Karriere hätten entscheiden sollen. Die armen Kinder, die nichts von der Mutter haben. Und im Handumdrehen wird man zu einer Rabenmutter. Beides geht einfach nicht. Es wäre interessant zu wissen, wie viele Manager und Geschäftsführer sich dieser Frage schon einmal stellen mussten. Vermutlich keiner.

3. Wie sieht es mit der Kinderplanung aus?

Auch ohne Kinder wird man als Frau mit der Nachwuchsthematik konfrontiert. Die Frage aller Fragen im Vorstellungsgespräch ist die nach dem Kinderwunsch. Auch wenn sie offiziell so nicht gestellt werden darf, ist sie doch oft unterschwellig Bestandteil vieler Gespräche. Natürlich muss man nicht auf diese Frage antworten, schießt sich als Frau mit der Nichtbeantwortung aber vermutlich ins Aus. Auch wenn das hinterher niemand zugeben würde. Einen Mann wird man mit Sicherheit nicht nach seinem Kinderwunsch fragen und seine weitere berufliche Zukunft auch nicht davon abhängig machen, ob er in naher Zukunft plant, eine Familie zu gründen.

4. Eigentlich hatte ich jemand anderen erwartet.

„Guten Tag Frau Müller, eigentlich wollte mit ich dem technischen Support sprechen“. „Ja so ein Glück, genau mit dem sprechen Sie gerade“. Wortwechsel wie diese sind keine Seltenheit. Auch einige unserer Instagram Followerinnen berichten von Situationen aus ihrer Arbeitswelt, in denen ihre fachliche Kompetenz von Männern angezweifelt wurde. Ob als Autoverkäuferin, IT-Spezialistin oder KfZ-Mechanikerin, Frauen müssen sich in vermeintlichen „Männerberufen“ immer wieder beweisen und mitunter „saudumme“ Sprüche anhören: „Sie sind ja eine Frau, können Sie das überhaupt?“ (Zitat Ende).

5. Trotz deines Alters siehst du noch gut aus.

Für Frauen scheint es eine Art „Verfallsdatum“ zu geben, nach dessen Überschreitung man annimmt, dass die Frau nicht mehr den gängigen Idealbildern entspricht. Tut sie es doch, kommt es zu Aussagen wie folgender. Eine Followerin schrieb mir, dass sie im Radio einen Bericht über Nadja Auermann gehört habe, in dem beschrieben wurde, dass diese „TROTZ ihres Alters von 50 Jahren NOCH top aussehe“. Was vermutlich als Kompliment gemeint war, mutet doch sehr befremdlich an. Denn es impliziert: Ü-50 Frauen können ja eigentlich gar nicht mehr attraktiv sein. Würde man das Gleiche über einen George Clooney sagen? Vermutlich nicht.

6. Wenn du dich so aufreizend anziehst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn du angegrabscht wirst.

Ein kurzer Rock, ein enges Top, ein offener Knopf an der Bluse… einige Männer verstehen diese Dinge als das Aufforderung einer Frau, unbedingt angequatscht, oder schlimmer noch, angegrabscht zu werden. „Sie will das doch auch, oder warum zieht sie sich dann so an?“ Warum? Vielleicht einfach, weil es ihr gefällt. Nur mal so ein Gedanke. Nicht das Outfit ist das Problem, sondern der, in den meisten Fällen, männliche Idiot, der sich einen Freischein ausstellen will, indem er der Frau die Schuld zuschiebt.

Es ist nie das Outfit schuld, sondern immer die Person, die übergriffig wird. Sei es nun verbal oder physisch. Und wie sieht es andersherum aus? Den wenigsten Männer wird vermutlich einfach mal von einer Frau in den Schritt gefasst. „Warum ziehen die auch immer so enge Hosen an. Selber schuld!“ Merkt ihr selbst Jungs, oder?  

7. Dich sollte man mal wieder richtig rannehmen…

Passend zur Outfitdebatte kommt dieser männliche Satz (den es in den verschiedensten Ausführungen gibt) gerne dann zum Einsatz, wenn Männer bei einer Frau nicht weiterkommen. Testosterongesteuerte Waschlappen, die diese geistigen Ergüsse (vermutlich die einzigen, die sie haben) ungefragt der weiblichen Bevölkerung hinterherrufen glauben, dass Unmut bei Frauen (meist erst durch besagte Waschlappen hervorgerufen) grundsätzlich durch Sex zu beseitigen sei. Wichtig dabei, dass er „hart“ ist, was vermutlich die männliche Dominanz des Waschlappens unterstreichen soll. Liebe Wachlappen, lasst euch gesagt sein: wir sind nicht untervögelt, wir finden euch einfach kacke…

8. Jetzt sei doch nicht so empfindlich, hast du deine Tage?

Man sagt uns Frauen ja gerne mal nach, dass wir zickig, empfindlich oder schnell eingeschnappt sind. Reagiert eine Frau emotional auf ein Thema, neigen Männer dazu, diese Reaktion als weibliche Überempfindlichkeit abzutun. Meist in Kombination mit einem dummen Spruch oder der Feststellung, dass das Urteilsvermögen der Frau, vermutlich periodisch bedingt, beeinträchtigt sein muss. Natürlich. Tante Rosa, die Ursache aller weiblicher Übellaunigkeit. Vielleicht ist die Sache aber auch viel einfacher und es liegt manchmal schlichtweg am Gegenüber. Wäre eine Überlegung wert.

9. Du kannst rückwärts einparken?

Ach ja, Fußball und Autos. Die letzten männlichen Bastionen. Für einige Männer unvorstellbar, dass sich Frauen in diesen Bereichen mit fundiertem Wissen oder gar praktischer Erfahrung etablieren können. Viele wollen es nicht wahrhaben, aber ja, es gibt sie, die rückwärts einparkenden Frauen. Die es schaffen, selbst ohne Frühwarnsystem und Rückfahrkamera, zwischen zwei Autos einzuparken. Ich verrate euch ein Geheimnis. Es gibt sehr viele von ihnen. Fast unheimlich, wie viele. Und die können nicht nur rückwärts, sondern auch vorwärts fahren. Schade, dass etwas, was man Männern ganz selbstverständlich zuschreibt, bei Frauen so ein Thema ist.

10. Zieh dir was Nettes an und spiel das Dummchen, dann klappt es schon.

Ich stelle mir gerade vor, man würde diesen Vorschlag einen Mann machen und er selbigen befolgen. Wie genau würde das aussehen? Würde er mit tief ausgeschnittenem Hemd im Baumarkt stehen und mit Fistelstimme die Verkäuferin fragen, ob sie ihm helfen kann, die Betonplatten ins Auto zu tragen? Ein interessantes Bild. Und auch, wenn es Frauen geben mag, die in der Rolle des naiven Dummchens beim Verkauf von Spinat recht erfolgreich waren, ist es ein wirklich schlechter Vorschlag, den man sicher keinem Mann machen würde.

Vermutlich könnte man diese Liste noch um viele Punkte erweitern. Fakt ist, in Sachen Gleichberechtigung brauchen wir sicher noch mehr als nur ein paar Jahre, bis alte Denkmuster und das Ungleichgewicht zwischen Frau und Mann verschwunden sind.


Habt ihr ähnliche Sätze auch schon gehört und fallen euch vielleicht noch mehr Beispiele ein?

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